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Sehenswürdigkeiten in Travemünde

Besuchen Sie Travemünde, denn hier gibt es einiges zu sehen. Neben der schönsten Attraktion, die Ostsee, locken in Travemünde der Hafen, der Skandinavienkai, der älteste Leuchtturm der Ostsee oder das älteste Casino Deutschland. Travemünde ist wahrlich eine Stadt mit Geschichte.

© Godewind / WIKIMEDIA COMMONS

Fischereihafen Travemünde

Der Fischereihafen von Travemünde liegt direkt in der Lübecker Bucht, etwa 15 Kilometer von der Hansestadt Lübeck entfernt. Er grenzt hier direkt an den Skandinavienkai, einen der größten Fährhäfen Europas.

Besucher sind hier richtig, wenn Sie uriges maritimes Flair und ursprünglichen Charme miterleben möchten. Sicher findet man hier nicht mehr so viele Fischkutter wie vor einigen Jahren vor, jedoch ist es weiterhin Tradition fangfrischen Fisch direkt von Bord aus zu verkaufen. Durch die Nähe zur See und die Liebe zum Fischfang ist in Travemünde das Angebot an frischen Meeresspezialitäten sehr hoch. Rund um den Hafen hat sich eine vielfältige Landschaft an Gastronomie- und Fischereibetrieben entwickelt, die ihren Gästen einen hochwertigen Genuss mit typisch regionalen Speisen bietet. Ob Imbiss oder Restaurants, ein Fischliebhaber wird hier sicher auf seine Kosten kommen.

© Thomas Möller / WIKIMEDIA COMMONS

Viermastbark Passat in Travemünde

Bei der Passat handelt es sich um ein legendäres Schiff, das seinen Stapellauf bereits im Jahre 1911 feierte und heute als Rentner im Hafen von Travemünde am Priwallufer liegt. Die Passat ist eine der Hauptattraktionen des Ostseebades.
Sie ist insgesamt 105m lang und 14,4m breit. Sie verfügt, wie der Name schon sagt, über vier Maste. Der Begriff „Bark“ bezeichnet die Takelung des Schiffs. Die Takelung beschreibt Segelschiffe anhand der Anordnung ihrer Masten und Segelausstattung.
Zu Beginn ihrer Dienstzeit wurde die Viermastbark Passat als Handels- und Frachtschiff zwischen Europa und Südamerika eingesetzt, ab den 50er Jahren diente sie als Frachtsegelschulschiff. Sie umsegelte 39 Mal das berühmte und vor allem bei Seeleuten berüchtigte Kap Hoorn und wurde bereits 1959 ausgemustert und von der Stadt Lübeck erworben. 1978 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.
Die Passat dient nun als Museum, Jugendherberge und Veranstaltungsort. Sie ist schwimmfähig aber nicht mehr fahrtüchtig – sehr zum Bedauern der Lübecker, die das Schiff gerne wieder auf hoher See sehen würden.
Zusammen mit der Passat wurden damals sieben bauähnliche Schiffe gefertigt, die als „Die acht Schwestern“ bekannt geworden sind: Pangani, Petschili, Pamir, Peking, Pola, Priwall und das jüngste von allen, die im Jahre 1926 erbaute Padua.

© Sybille Daden / PIXELIO

Priwall

Zu der beliebten Urlaubsstadt Travemünde gehört die Halbinsel Priwall. Sie ist etwa drei Kilometer lang und zieht durch ihre breiten Sandstrände im Sommer eine Vielzahl an Gästen zum Baden an die See.

Im Norden grenzt der Priwall an die Ostsee. Im Süden schließt sich die Pötenitzer Wiek und im Norden die Trave an. Ganz im Osten bildet diese Halbinsel die Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Vom Priwall aus hat jeder Besucher einen wunderbaren Blick auf eine weitere Sehenswürdigkeit in Travemünde, das Viermastschiff „Passat“.

© Jürgen Howaldt / WIKIMEDIA COMMONS

Alter Leuchtturm in Travemünde

Dem historischen Leuchtturm von Travemünde wird heutzutage zwar keine maritime Bedeutung mehr zugewiesen, er bleibt jedoch eines der Wahrzeichen des Ostseebads und ist auch weiterhin bei den zahlreichen Besuchern äußerst beliebt.
Leider geht der dienstälteste Leuchtturm Deutschlands mit seinen 31m Höhe durch das massige neben ihm thronende Maritim-Hotel etwas unter.
Die erste urkundliche Erwähnung fand im 13. Jahrhundert statt. Er wurde in seiner langen Geschichte mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Seinen klassizistischen Stil „verdankt“ er einem Brand im Jahre 1827 und der damit verbundenen Restaurierung.
Der alte Leuchtturm kann besichtigt werden und beherbergt außerdem ein maritimes Museum, eine Touristeninformation und eine Schiffsauskunft.
Im Sommer ist der Leuchtturm von Juli bis August von 11 bis 16 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Außerhalb der Hochsaison verkürzen sich die Öffnungszeiten auf 13 bis 16 Uhr.
Besucher haben ebenfalls die Möglichkeit, den zahlreichen Veranstaltungen beizuwohnen, z. B. einer Nachtführung durch Travemünde, die am alten Leuchtturm beginnt und mit einer Weinprobe in geselliger Runde endet, dem Leuchtturmwärter-Patent für Groß und Klein, dem Rundgang mit dem Leuchtturmwärter und Turmführung oder dem traditionellen Weihnachtstreffen von Jung und Alt direkt am Turm mit einem Besuch des Weihnachtsmannes.

© Godewind / Wikipedia Commons

Skandinavienkai Travemünde

Dort wo die Trave in die Ostsee mündet, befindet sich das größte Terminal der Lübecker Häfen und einer der Größten Fährhafen Europas – der Skandinavienkai.

Dieses Terminal hat eine erfolgreiche Vergangenheit aufzuweisen. Der zunehmende Güterverkehr mit Schweden hat es damals notwendig gemacht, eine schnelle Fährverbindung herzustellen. Im Jahr 1962 wurde zu diesem Zweck die Travemünde-Trelleborg (TT)-Linie geschaffen.

Insgesamt hat der Skandinavienkai mittlerweile eine Abfahrtsdichte von mehr als 90 Ankünften und Abfahrten im Monat. Eine solche Auslastung hat es zum Ziel, schnelle Verbindungen zwischen den verschiedenen Industriezentren Europas und Häfen in Russland, Schweden, Finnland, Norwegen und auch den Baltischen Staaten zu schaffen und effizient auszunutzen.

Ein regelrechter Besuchermagnet ist der Skandinavienkai auch. Immer mehr und mehr Kreuzfahrten beginnen an der Travemündung. Zumeist sind es Reisen über die Nord- und Ostsee, welche Besucherströme anziehen. Aber auch den einen oder anderen Schiffstörn nach Schweden mit Jumbolinern wie z.B. der „Peter Pan“ oder auch „Nils Holgersson“ sollte man sich nicht entgehen lassen.

© Anne Bermüller / PIXELIO

Travemünder Woche

Ein großes Highlight in Travemünde ist die jährlich stattfindende Travemünder Woche.
Ursprünglich war es nur eine Wettfahrt zwischen zwei reichen Kaufmannsleuten um eine Flasche Rotspon, dem Lübecker Rotwein. Daraufhin hat der Lübecker Yacht Club im Jahr 1889 die Travemünder Woche ins Leben gerufen.
Nach über 100 Jahren nun hat sich diese Veranstaltung zu einer der größten Segel- und Yacht-Veranstaltungen weltweit entwickelt. Jedes Jahr Ende Juni kommen über 2000 Segler aus über 20 Nationen ins Ostseebad Travemünde gereist, um bei diesem Spektakel zu Wasser und zu Land dabei zu sein.
Allerdings ist dieses Highlight nicht nur etwas für Wasserratten, sondern auch Landeier sind herzlich Willkommen, denn liegt das Augenmerk auf den zahlreichen Regatten, gibt es auch ein buntes und vielseitiges Alternativprogramm: Konzerte, Festivals und das feuchtfröhliche Nightlife lassen in dieser Woche die Nacht zum Tag werden.

Seebadmuseum

Das Seebadmuseum Travemünde wurde am 2. Juni 2007 unter der Schirmherrschaft des Heimatvereins Travemünde e.V. eröffnet.

Das Seebadmuseum dokumentiert die bewegte Geschichte des Ostseebades Travemünde von 1802 bis heute. Der multimediale Ansatz vermittelt die interessanten Highlights der Entwicklung vom kleinen Ortseestädtchen zum beliebten und bekannten Urlaubsziel.

Es werden alle Sinne belebt: Über Filme, Hörstationen und Ausstellungen werden die Besucher zu Fliegerei, Bademode, Fischerei, Schifffahrt und weitere Themen rund um das Leben und die Geschichte des Kurorts anschaulich informiert.


Im Juni, Juli und August ist das Seebadmuseum täglich von 11 - 18 Uhr geöffnet. Die restlichen Monate bleibt das Museum Montags geschlossen.

© Asterion / WIKIMEDIA COMMONS

Casino Travemünde

Das Casino Travemünde ist eine der ältesten und traditionellsten Spielbanken in Deutschland.
Die Geschichte des Glücksspiels in dem Ostseebad reicht bis in das Jahr 1825 zurück – Jahr in dem das erste Casino der Stadt eröffnet wurde.
Das Gebäude, welches das aktuelle Casino Travemünde beherbergt, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und diente zunächst verschiedenen Zwecken: Es wurde als Konversationshaus, Kurhaus, Lazarett, als Lager von Strandkörben oder Veranstaltungsort eingesetzt bis es im Jahre 1949 endgültig als Spielcasino etabliert wurde. Dabei profitierte es besonders von dem ungefähr zur gleichen Zeit einsetzenden Wirtschaftsboom, der zahlreiche Touristen nach Travemünde und Geld in die Kassen des Casinos spülte.

Die Reichen und Mächtigen gaben sich die Klinke in die Hand, und wer zur damaligen Zeit am Roulettetisch stand, konnte Aristoteles Onassis beim Zocken bewundern. Doch nicht nur im Casino selbst ging es hoch her, auch der angrenzende Nachtclub „La belle Epoque“ lockte die Besucher durch die legendären Auftritte von Josephine Baker oder Vico Torriani.
An diese vergangenen, glorreichen Tage soll nun mit dem renovierten Jugendstil-Saal angeknüpft werden, aus welchem auch weiterhin das berühmt-berüchtigte „Rien ne va plus“ schallt.